Resilienz

Wenn alles gegen Dich zu laufen scheint, erinnere Dich daran, dass das Flugzeug gegen den Wind abhebt, nicht mit ihm. Henry Ford

Resilienztraining – die innere Widerstandskraft steigern

Resilienz wird als seelische Widerstandsfähigkeit in sehr belastenden, stressigen, risikobehafteten und traumatischen Situationen verstanden.

Kurz: Resilienz ist die Fähigkeit, aus Krisen Energien und Stärke zu entwickeln. Ein Resilienztraining zeigt Wege, wie es gelingen kann mit Belastungen angemessener umzugehen und dabei auch psychisch und physisch gesund zu bleiben.

Das Arbeitspensum ist riesig, die nächste Deadline steht vor der Tür, ein Arbeitsplatz wird gekündigt oder wird unerträglich stressig: Ereignisse wie diese können „den Boden unter den Füßen entziehen“.

Manche Menschen lassen sich durch Misserfolge, Krisen, Druck, Stress und Ärger leichter aus der Bahn werfen als andere. Es gibt Menschen, die weniger empfindlich auf die Wechselwirkungen des Lebens reagieren und im Allgemeinen widerstandsfähiger wirken. Wenn Menschen in belastenden Situationen psychisch stabil bleiben, nennen Psychologen diese Fähigkeit „Resilienz“. Als Konzept zur Stärkung der seelischen Widerstandfähigkeit hat sich die Resilienzförderung als etabliertes Gesundheitsförderprogramm hervorgetan.

Ziel des Trainings ist es, die Resilienz, also die innere Widerstandsfähigkeit des Einzelnen zu stärken. Im Training werden die personalen und sozialen Gesundheitsressourcen gefördert, die nachweislich zur Aufrechterhaltung und Steigerung des körperlichen, sozialen und seelischen Wohlbefindens beitragen.

Oder in einfachen Worten ausgedrückt: Das Training soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer fit machen, in einer – auch dauerhaften – Stress-Situation auf genug innere Stärke und Widerstandskraft zurückgreifen zu können, um gut mit eventuellen Belastungen und Umbruchsphasen umgehen können.

Es hat Überschneidungen mit klassischen Stressmanagement-Training, unterscheidet sich allerdings dadurch, dass es eher vorbeugenden Charakter hat und nicht erst ansetzt, wenn die Arbeitssituation bereits als zu belastend wahrgenommen wird.

Das Training basiert auf dem durch die „Zentrale Prüfstelle Prävention“ (ZPP) zertifizierten und DEKRA geprüften Resilienzkonzept „LOOVANZ“.

Trainingsinhalte:

Im Training werden alltagsrelevantes Wissen und Handlungsweisen vermittelt und vertieft, die die psychosoziale Gesundheit fördern:

  • Kickoff: Einführung in das Resilienzkonzept
  • Resilienztest und Auswertung – Bestimmung der eigenen inneren Widerstandsfähigkeit
  • Möglichkeiten des mentalen Trainings – Zusammenhang von mentaler Stärke und Resilienz – praktische Übungen
  • Review und Feedback
  • Die 7 Resilienzfaktoren nach Reivich & Shatté:
  • Lösungsorientierung – Zusammenhang von lösungsorientiertem Denken, Handeln und persönlicher Einstellung
  • Optimismus – Entwicklung einer positiven Lebenseinstellung
  • Opferrolle verlassen – Rollenverhalten – Rollenverhalten verstehen – die Opferrolle verlassen
  • Verantwortungsübernahme – Verantwortung für die Konsequenzen des eigenen Handelns übernehmen
  • Akzeptanz – Annehmen der Situation als erster Schritt zur Bewältigung
  • Netzwerkorientierung – Halt und Unterstützung durch persönliche Beziehungen und Netzwerke
  • Zukunftsorientierung – Halt durch persönliche Ziele und Zukunftspläne


Trainingsmethoden:

Im Rahmen des Präventionskurses kommen unterschiedliche Medien zum Einsatz: Lehrgespräch, Lehrvorträge, Einzel- und Gruppenarbeiten sowie praktische Übungen. Die Lehrinhalte werden aktiv vermittelt und durch Gruppendiskussionen und Gruppenarbeiten gefestigt.

Praktische Übungen ermöglichen Anwendung, Vertiefung und Verständnis des vermittelten Wissens und den Transfer in den Alltag. Beim wöchentlichen Kurs bereiten Hausaufgaben das Thema der kommenden Woche vor und vertiefen die Inhalte der letzten Trainingseinheit. Fortwährende Feedbackrunden sichern die Rücksichtnahme auf individuelle Bedürfnisse der Teilnehmer.


Angebot:

Resilienz-Training: 10 Termine à 1 – 1,5 h in Folge (empfohlen), alternativ 2 ganze Trainingstage als Intensivtraining.

Kosten:
449,99 €/ Person


Fehlzeitenreport der Krankenkassen

Ergonomische Bürostühle, sorgfältig aufgestellte Computerbildschirme in den Büros, Roboter für schwere Traglasten in den Fabriken: Die körperlichen Belastungen haben die Arbeitsmediziner inzwischen erfolgreich gemindert. Stress und psychische Belastungen haben sie dagegen immer schlechter im Griff.

Das belegen auch die Zahlen der Krankenkassen:
Zu den Stresssituationen, die Auslöser seelischer Erkrankungen sein können, gehören laut dem ebenfalls gestern vorgestellten Fehlzeiten-Report 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK neben Konflikten am Arbeitsplatz – z.B. wegen mangelnder Kommunikation, hohen Arbeitsdrucks und -tempos sowie der Forderung nach ständiger Erreichbarkeit – auch persönliche Krisen. Bereits jeder zweite Befragte (52 Prozent) hat solche Krisen erlebt, die großen Einfluss auf Leben und Arbeit haben. Ausgelöst wurden sie beispielsweise durch Erkrankungen in der Familie, Trennung, Tod des Ehepartners oder finanzielle Probleme. Jeder Dritte fühlt e sich aufgrund des kritischen Lebensereignisses unzufrieden mit der Arbeit (37 Prozent), berichtete häufiger über körperliche und psychische Beschwerden oder hat sich krank gemeldet (34 Prozent). Auch bundesweit ist die Zahl der Arbeitsausfälle wegen psychischer Probleme in den vergangenen zehn Jahren um 79,3 Prozent und damit überproportional stark gestiegen, wie aus dem Wido-Fehlzeiten-Report hervorgeht. Die dadurch verursachten Ausfallzeiten am Arbeitsplatz liegen mit 25,7 Tagen je Fall doppelt so hoch wie der Durchschnitt bei allen anderen Krankheitsbildern (11,7 Tage). Quelle: https://www.svz.de/17834976 ©2017