Die LEGO® SERIOUS PLAY® Methode
Die Methode
Bauen, erzählen, verstehen: Das Prinzip in einem Satz
Bei LEGO® SERIOUS PLAY® bauen Menschen ihre Gedanken zu einer Frage als Modell aus LEGO® Steinen – und erklären es anschließend. Aus abstrakten Themen werden sichtbare Bilder. Und aus Besprechungen, in denen wenige reden, werden Gespräche, an denen alle beteiligt sind.
Der Kern
Vier Schritte, die sich immer wiederholen
1 · Frage
Die Moderation stellt eine konkrete Frage, z. B. „Wie sieht unsere Zusammenarbeit in einem Jahr aus?“
2 · Bauen
Alle bauen gleichzeitig ihre Antwort als Modell – in wenigen Minuten, ohne vorher lange nachzudenken.
3 · Teilen
Jede:r erklärt das eigene Modell. Die anderen hören zu und fragen nach – zum Modell, nicht zur Person.
4 · Reflektieren
Die Gruppe sucht Muster, Gemeinsamkeiten und Unterschiede und hält Erkenntnisse fest.
Vom Ich zum Wir
Drei Ebenen: vom Einzelmodell zum System
Einzelmodell
Jede Person bringt ihre Sicht ein. So wird sichtbar, wie unterschiedlich die Perspektiven im Team sind.
Gruppenmodell
Aus den Einzelmodellen entsteht ein gemeinsames Modell – ein geteiltes Bild, das alle mittragen.
Systemmodell
Einflüsse, Abhängigkeiten und Szenarien kommen hinzu. So lassen sich komplexe Situationen durchspielen.
Einsatz
Wofür die Methode eingesetzt wird
- Vision und Strategie
- Teamentwicklung und Zusammenarbeit
- Veränderungsprozesse und Change
- Innovation und Ideenentwicklung
- Führungsentwicklung
- Coaching und persönliche Ziele
- Schule, Hochschule und Weiterbildung
- Non-Profit und öffentliche Organisationen
Wirkung
Warum die Methode wirkt
Alle sind beteiligt. Jede:r baut und erklärt. Niemand kann sich zurückziehen, niemand dominiert.
Denken mit den Händen. Beim Bauen entstehen Ideen, die im reinen Gespräch nicht auftauchen würden.
Metaphern und Geschichten. Ein Modell steht für etwas – das macht auch schwierige Themen besprechbar.
Ergebnisse bleiben. Was man gebaut und erzählt hat, bleibt im Gedächtnis und lässt sich dokumentieren.
Herkunft
Woher kommt LEGO® SERIOUS PLAY®?
Die Idee entstand Mitte der 1990er-Jahre: Die Professoren Johan Roos und Bart Victor von der Business School IMD in Lausanne suchten nach einem Weg, wie Führungskräfte anders über ihre Strategie nachdenken können als mit Folien und Tabellen. Kjeld Kirk Kristiansen, damals Eigentümer der LEGO Gruppe, unterstützte die Entwicklung; in vielen Durchläufen entstand daraus die Methode.
2010 hat die LEGO Gruppe die Methode als Open Source unter einer Creative-Commons-Lizenz freigegeben. Seitdem dürfen ausgebildete Facilitators sie einsetzen. Die Marke LEGO® SERIOUS PLAY® gehört weiterhin der LEGO Gruppe.
Dein nächster Schritt
Erleben oder selbst anwenden?
Für dein Team
Ein Workshop mit der LEGO® SERIOUS PLAY® Methode – inhouse oder bei uns in Köln, ein oder zwei Tage, auf euer Thema zugeschnitten. Ab 2.750 € zzgl. MwSt., inklusive Briefing und Nachgespräch.
Für dich
Die 3-tägige Facilitator-Ausbildung mit deinem eigenen fertigen Workshop – als Bildungsurlaub anerkannt. Nächster Start: 12.11.2026.
Häufige Fragen
Ist das nicht nur Spielerei?
Die Steine sind das Werkzeug, die Fragen sind ernst. Der Ablauf ist klar strukturiert, und am Ende stehen dokumentierte Ergebnisse.
Braucht man Vorerfahrung mit LEGO®?
Nein. Jeder Workshop beginnt mit einem Warm-up, in dem alle die Methode kennenlernen.
Für wie viele Personen eignet sich die Methode?
Ideal sind 4 bis 12 Personen. Größere Gruppen werden in Untergruppen aufgeteilt und von mehreren Facilitators begleitet.
Wie lange dauert ein Workshop?
Das hängt vom Ziel ab: Ein erster Impuls ist in wenigen Stunden möglich, Strategiearbeit mit Systemmodellen braucht ein bis zwei Tage. Unsere Team-Workshops dauern ein oder zwei Tage.
Darf jede:r die Methode anwenden?
Die Methode ist seit 2010 Open Source. Um sie wirksam zu moderieren, braucht es aber Übung – dafür gibt es die Facilitator-Ausbildung.
LEGO, SERIOUS PLAY, die Minifigur und die Noppen-Konfiguration der Steine sind Marken der LEGO Gruppe, die diese Website weder sponsert noch autorisiert oder unterstützt. © 2026 The LEGO Group.